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Lohnt sich PV 2026 noch? Jetzt kaufen — bevor es teurer wird

Von Stromgeist · März 2026 · 7 Minuten Lesezeit
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Die kurze Antwort: Ja — aber die Uhr tickt. Wer mit Photovoltaik liebäugelt, sollte 2026 handeln. Nicht wegen Panik, sondern wegen konkreter Entwicklungen die den Kauf in einem Jahr deutlich teurer oder weniger attraktiv machen könnten.

Was sich gerade verändert — und warum es eilt

Zwei Faktoren machen 2026 zum entscheidenden Jahr für PV-Käufer. Erstens diskutiert die Bundesregierung ernsthaft die Abschaffung oder Kürzung der Einspeisevergütung. Wer heute eine Anlage in Betrieb nimmt, sichert sich noch die aktuellen Vergütungssätze für 20 Jahre. Wer wartet, riskiert deutlich schlechtere Konditionen — oder gar keine Vergütung mehr.

Zweitens: Solarmodule sind gerade historisch günstig. Die Preise sind in den letzten Jahren massiv gefallen — chinesische Hersteller haben den Markt geflutet. Das könnte sich ändern. Der Krieg im Nahen Osten, Lieferkettenprobleme und mögliche neue Importzölle könnten die Modulpreise in den nächsten Monaten deutlich steigen lassen.

Die Kombination aus günstigen Modulen und noch laufender Einspeisevergütung macht 2026 zum besten Zeitpunkt seit Jahren — aber eben auch zum letzten günstigen Fenster.

Die Wirtschaftlichkeit heute — konkrete Zahlen

Eine typische 10-kWp-Anlage auf dem Einfamilienhaus kostet aktuell inklusive Montage rund 8.000 bis 12.000 Euro. Bei einem Eigenverbrauchsanteil von 30–40 Prozent und einem Strompreis von 30 Cent/kWh ergibt sich eine Amortisationszeit von 8 bis 12 Jahren — bei einer Anlagenlebensdauer von 25 bis 30 Jahren.

Die Einspeisevergütung für Anlagen bis 10 kWp liegt aktuell bei rund 8 Cent pro kWh. Das klingt wenig — ist aber immerhin besser als gar nichts. Und: Jede kWh die du selbst verbrauchst, spart dir die vollen 30 Cent Netzstrom.

AnlagengrößeInvestitionJahresertragAmortisation
5 kWp (Garage/Klein)4.000–6.000 €~4.500 kWh8–10 Jahre
10 kWp (Einfamilienhaus)8.000–12.000 €~9.000 kWh9–12 Jahre
15 kWp (größeres Haus)12.000–17.000 €~13.500 kWh10–13 Jahre

Was sich durch die geopolitische Lage ändert

Der Konflikt im Nahen Osten treibt die Energiepreise volatil — was kurzfristig schmerzt, macht PV langfristig attraktiver. Wer sich von Netzstrom unabhängiger macht, ist weniger anfällig für externe Preisschocks.

Gleichzeitig drohen Importzölle auf chinesische Solarmodule — ähnlich wie in den USA bereits geschehen. Sollte die EU nachziehen, könnten Modulpreise in kurzer Zeit um 20–40 Prozent steigen. Der Zeitvorteil für heutige Käufer wäre erheblich.

Für wen lohnt es sich besonders

PV 2026 lohnt sich besonders wenn du eines oder mehrere dieser Kriterien erfüllst: Du hast ein Eigenheim mit geeignetem Dach. Du hast oder planst eine Wärmepumpe oder Wallbox — beide erhöhen den Eigenverbrauch massiv. Du möchtest einen Heimspeicher ergänzen um auch abends und nachts Solarstrom zu nutzen. Und: Du möchtest die aktuelle Einspeisevergütung noch mitnehmen bevor sie fällt.

Mein Fazit

Ich würde 2026 nicht abwarten. Die Kombination aus günstigen Modulpreisen, noch laufender Vergütung und steigenden Netzstrompreisen ist ein Fenster das sich schließt. Wer jetzt handelt, sichert sich die beste Ausgangslage — wer wartet, zahlt wahrscheinlich mehr und bekommt weniger dafür.


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Hinweis: Die Inhalte dieses Artikels dienen der allgemeinen Information und stellen keine professionelle Energie- oder Finanzberatung dar. Preisangaben und Marktdaten: Stand März 2026, ohne Gewähr.
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Über den Autor

Ich arbeite als Portfoliomanager Strom & Gas und beobachte die Energiemärkte täglich aus nächster Nähe. Die verlinkten Seiten sind Affiliate-Links — für dich entstehen keine Mehrkosten.