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Strompreise, PV, Tarife und Heimspeicher — erklärt von einem Portfoliomanager, der täglich mit diesen Märkten arbeitet.

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Wöchentliche MarkteinschätzungKW 14 · 31. März 2026

Persönliche Einschätzung des Autors — keine Anlage- oder Energieberatung. Alle Angaben ohne Gewähr.

Strom

Der Strommarkt bleibt uneinheitlich. Wind schwankt stark — heute 18,5 GW, morgen nur 2 GW erwartet. Ein ungeplanter Ausfall des französischen Reaktors Tricastin 4 (915 MW) bis Anfang April stützt die Preise kurzfristig. Das Frontjahr 2027 prallt weiterhin an der 100 €/MWh-Marke ab — vorerst Seitwärtsbewegung.

🔥 Gas

Gas unter starkem Aufwärtsdruck. Die Straße von Hormuz ist de facto blockiert — rund 20 % des weltweiten LNG-Angebots fallen aus. Zusätzlich beschädigte Zyklon Narelle die australische Wheatstone-Anlage (Chevron) für mehrere Wochen. Ras Laffan in Katar nimmt frühestens nach Ende der Kampfhandlungen wieder Betrieb auf. Die Speicherstände in Deutschland bleiben kritisch niedrig. Trumps Rede hat die Märkte nicht beruhigt, sondern durch seine Drohungen weiter in Aufruhr versetzt.

Benzin & Diesel

Öl bleibt erhöht. Iran attackiert weiter — zuletzt traf eine Drohne einen kuwaitischen Öltanker. Saudi-Arabien erhöht Exporte über den Hafen Yanbu als Umgehungsroute. Gegenläufig: Trump erwägt laut WSJ ein Kriegsende auch ohne vollständige Öffnung der Straße von Hormuz. Entspannungshoffnung dämpft, aber die Lage bleibt angespannt.

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Wer steckt hinter Stromgeist?

Ich arbeite als Portfoliomanager Strom & Gas bei einem deutschen Energieversorgungsunternehmen und beobachte die Energiemärkte täglich aus nächster Nähe. Stromgeist ist mein Versuch, das Wissen aus der Branche für alle zugänglich zu machen — transparent, ohne Werbejargon und mit klarer Kennzeichnung wenn Links vergütet werden.

Nein — das ist gesetzlich ausgeschlossen. Die Versorgung läuft ununterbrochen weiter. Der neue Anbieter koordiniert den Wechsel mit dem Netzbetreiber, der die Leitungen betreibt. Du merkst vom Wechsel nichts außer einem neuen Absender auf deiner Jahresabrechnung.

In der Regel nicht. Der neue Anbieter übernimmt die Kündigung für dich — das ist heute Standard bei allen seriösen Anbietern. Du gibst beim Abschluss des neuen Vertrags einfach deinen bisherigen Anbieter an, der Rest läuft automatisch.

Weil der Börsenpreis nur etwa 20–25% deiner Rechnung ausmacht. Der Rest sind Netzentgelte, Steuern und Abgaben — die steigen sogar. Außerdem kaufen Versorger ihren Strom auf Termin (Hedging), oft Monate im Voraus. Günstigere Börsenpreise von heute kommen erst mit Verzögerung bei dir an.

Kaum. Ein Heimspeicher macht erst Sinn wenn du Strom hast der gespeichert werden kann — also eigene Solarproduktion. Ohne PV würdest du den Speicher mit teurem Netzstrom laden und wieder entladen, was keinen wirtschaftlichen Vorteil bringt. Mit einem dynamischen Tarif wie Tibber gibt es Ausnahmen — aber auch da ist der Effekt ohne PV gering.

Der Grundversorger ist der lokale Anbieter der jeden Haushalt ohne Vertrag automatisch versorgen muss — gesetzlich vorgeschrieben als Sicherheitsnetz. Weil er diese Pflicht hat, darf er auch höhere Preise verlangen. Wettbewerber sind freie Anbieter ohne diese Pflicht — sie müssen attraktiv sein um Kunden zu gewinnen, was sie in der Regel günstiger macht.

Als Faustregel gilt: 1 kWh Speicher pro 1.000 kWh Jahresstromverbrauch. Ein typischer Haushalt mit 3.500 kWh Jahresverbrauch kommt gut mit 5–7 kWh aus. Mehr bringt bei kleinen PV-Anlagen wenig, weil der Speicher im Sommer nie voll ausgereizt wird und im Winter ohnehin nicht genug Solarstrom kommt.

Tibber lohnt sich wenn du steuerbare Lasten hast — also eine Wallbox, Wärmepumpe oder Heimspeicher die du zeitlich verschieben kannst. Wer einfach nur Strom verbraucht wenn er ihn braucht, ist mit einem guten Festpreistarif oft besser bedient. Mit Wallbox und aktivem Lastmanagement sind Einsparungen von 100–400 Euro pro Jahr realistisch.

Ja — und zwar bald. Die Bundesregierung diskutiert die Kürzung der Einspeisevergütung, und Modulpreise könnten durch geopolitische Entwicklungen steigen. Wer jetzt kauft, sichert sich günstige Modulpreise und noch laufende Vergütung. Die Amortisationszeit liegt bei guten Anlagen heute bei 8–12 Jahren, bei einer Lebensdauer von 25–30 Jahren.